Neuzugang bei den Gartenvögeln
In unserem Garten leben viele Vögel. Einige habe ich euch bereits gezeigt. Aber ich freue mich immer wieder wenn eine Vogelart sich entschließt auch hier zu brüten oder gar eine Art zuzieht, die bisher nicht zu sehen war. Beides habe ich aktuell zu bieten.
Fangen wir bei den Neubrütern an. Eine Kolonie Spatzen, Haussperlinge um genau zu sein, wohnt hier ja schon ewig. Nun haben sie den Dachvorstand zum Brüten erobert. Ganz eifrig fliegen sie vor meinem Arbeitszimmer ihre Nester an. Allerdings gibt es manchmal Verwirrung. Nämlich dann, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze und hartnäckig an die Scheibe geklopft wird. Extrem scheu und vorsichtig und sonst mit der Kamera kaum zu erwischen – jedenfalls ist mit noch kein brauchbares Foto vom Nestanflug gelungen – sind sie beim Fensterklopfen eher dreist und verlieren jede Scheu.
Das liegt daran, dass die Scheibe zu bestimmten Tageszeiten und Lichteinflüssen von außen spiegelt und nicht mehr transparent ist. Statt mich im Raum, sehen sie sich selbst, halten sich für einen Rivalen im Revier und hacken auf den “Fremden” ein. Nur gut, dass nach ein paar Minuten alles vorbei ist. Sonst gäbe es stumpfe Schnäbel und nix zu futtern für den Nachwuchs.
Ganz ohne Geklopfe geht es bei Familie Rotkehlchen. Der Teekessel ist auch dieses Jahr wieder bezogen worden. Mutter beäugt, nicht sehr gewogen, die Frau im Garten, die da dauernd mit der Kamera rummacht.
Aber es hilft alles nichts. Der Nachwuchs hat Kohldampf, also raus aus dem Topf und Futter besorgen. Dicke Würmer sind klasse.
Währen dessen pirscht Papa sich ganz von hinten an…
…und hat kaum was mitgebracht. Ach jaaa…wenn Frau nicht alles selber macht.
Noch ein kurzer Blick zu den Wasservögeln. Sonst will momentan keiner in den Pool. Viel zu kalt. Mal kurz still halten könnten sie trotzdem, für scharfe Fotos.
Inzwischen ist es Abend geworden. An der Felsenbirne reifen die Früchte. Darauf sind nicht nur die fetten Tauben scharf, sondern auch ein Vogelpaar, das neu bei uns zugezogen ist. Jedenfalls habe ich sie nie vorher gesehen. Bildhübsch, strahlend Rot und mit schwarzer Musterung. Gimpel oder Dompfaffen sind es. Wobei mir der letzte Name besser gefällt – passt auch viel besser nach Köln.
Noch mal kurz eine Pause im Eukalyptus und…
…tschüß bis morgen oder so.